Nachricht aus Versicherungen & Finanzen vom 8.5.2018

Die häufigsten BU-Ursachen

 

Psychische und Nervenerkrankungen sind nach Daten des Analysehauses Morgen & Morgen in fast jedem dritten Fall Ursache für Leistungsfälle zur Berufsunfähigkeit (BU) in der privaten Versicherungswirtschaft. Im Vergleich zu 2008 ist ein deutlicher Anstieg festzustellen. Rückläufig ist der Anteil hingegen von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates sowie des Herzens und des Gefäßsystems.

Nervenerkrankungen, wozu auch psychische Erkrankungen wie Burn-out oder Depressionen zählen, sind die häufigste Ursache für Leistungsfälle in der Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung. Nach jetzt vom Analysehaus Morgen & Morgen GmbH (M&M) im Rahmen des aktuellen BU-Ratings (VersicherungsJournal 8.5.2018) veröffentlichten Zahlen wurde im Geschäftsjahr 2016 fast ein Drittel der BU-Fälle durch Nervenkrankheiten verursacht.

Zu ähnlichen Ergebnissen war kürzlich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) auf Basis einer Teilerhebung unter Mitgliedsunternehmen gekommen (VersicherungsJournal 29.3.2018). Die berücksichtigten Versicherer repräsentieren 38 Prozent des Bestandes.

Nur jede elfte BU durch Unfälle verursacht

An zweiter Stelle liegen den M&M-Daten zufolge Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. Auf deren Konto geht gut jeder fünfte BU-Fall. Mehr als ein Siebtel ist auf Krebs und andere bösartige Geschwulste zurückzuführen.

Unfälle sind nicht einmal in jedem elften Leistungsfall Grund für die BU, Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems nur in rund jedem 14. Fall. Sonstige Erkrankungen machen das verbleibende Siebtel aus.